Hamburg-Horn, Netzerweiterung U4 – Horner Geest

Die Hamburger Hochbahn AG plant die Netzerweiterung der Linie U4 im Stadtteil Horn. Dazu ist die Verlängerung der bestehenden Streckenführung als Tunnelbauwerk in rd. 2 km Länge und Tieflage von der Haltestelle Horner Rennbahn  bis zur Schule Sterntalerstraße vorgesehen. Teile der Gesamtmaßnahme sind u. a. der Anschluss an den Bestandstunnel U2/U4 im Westen der bestehenden Haltestelle Horner Rennbahn 2, ein 1-gleisiger Bypass im Süden der Haltestelle Horner Rennbahn 2 mit Anschluss an den Bestandstunnel U2, die höhenungleiche Kreuzung der U2 durch die U4, 3 Haltestellen sowie eine Kehr- und Abstellanlage unmittelbar westlich der Sterntalerstraße.

Damit zusammenhängende Geotechnischen Beratungsleistungen

  • Erstellen und Liefern von Ausschreibungsunterlagen für Baugrunderkundungsarbeiten (68 Trockenbohrungen in Tiefen bis zu max. 55 m unter Gelände, teilweise mit Ausbau zur Grundwasserbeobachtung, 13 Drucksondierungen und 43 Kleinbohrungen),
  • Geotechnische Überwachung/Begleitung der Baugrunderkundungsarbeiten,
  • Bodenmechanische Laboruntersuchungen,
  • Deklarationsanalysen (Baugrund und Grundwasser einschl. Laboranalytik),
  • Grundwassermonitoring mit Hydrogeologischer Bewertung der Maßnahme und
  • Geotechnische Bearbeitung für die Entwurfs-, Genehmigungs- und Ausführungsplanung

wurden unserem Büro übertragen und von uns in den Jahren 2016 – 2020 erbracht. Es zeigte sich bei den Aufschlüssen ein relativ stark uneinheitlicher Baugrundaufbau mit teilweise tiefen, wasserführenden Sandrinnen, einem häufigen Wechsel zwischen gering wasserdurch-lässigen und wasserdurchlässigen bis stark wasserdurchlässigen Bodenschichten sowie von getrennten Grundwasserleitern in großen Abschnitten.

Zur Ausführung kommen seitlich wasserdichte Baugrubenverbauten (Schlitz- und Bohrpfahlwände) mit Innenaussteifung oder Rückverankerung bei Einbindung in gering wasserdurchlässige Bodenschichten oder mit einer auftriebssicher zu erstellenden Unterwasserbeton-Sohle. Aufgrund des örtlich nur knappen Abstandes zu vorhandenen Bauwerken sind an zahlreichen Punkten besondere bauliche Sicherungen (Abstützungen, Unterfangungen) auszuführen. Zusätzlich erforderlich werden Maßnahmen (Wasserfassungen, Düker) zwecks  Vermeidung einer unzulässig großen Beeinflussung des Grundwasserregimes aufgrund der überwiegend von Nord nach Süd-Südwest und damit schräg bis senkrecht zum Tunnel gerichteten GW-Fließrichtung.