HARIBO, Grafschaft

Die HARIBO GmbH & Co. KG, Bonn, errichtete einen neuen Produktions- und Logistik-Standort im Innovationspark Rheinland-Pfalz, nordwestlich der verbandsfreien Gemeinde Grafschaft im Landkreis Ahrweiler. Die Größe der Baufläche betrug rd. 27,4 ha bei annähernd trapezförmigem Grundriss und einer Breite von 300 bis 600 m und einer Länge von knapp 600 m. Das Ursprungsgelände wies  Höhenunterschiede bis zu rd. 35m aus, die auszugleichen waren. Das Bauvorhaben umfasste in der ersten Baustufe die im zentralen Bereich des Grundstücks liegenden teilunterkellerten Produktions- und Logistikhallen, ein Hochregallager, ein teilunterkellertes Verwaltungsgebäude sowie Verkehrsflächen (Parkplätze, Zufahrten, Verladehöfe). Ausreichend große Flächen für spätere Erweiterungen sind ausgewiesen.

Zunächst Wurden Trockenbohrungen, Rammkern- und Drucksondierungen von uns überwacht bzw. ausgeführt, nach deren Ergebnissen in Abstimmung mit dem Entwurf ein Landlevelling bei Vorgabe von zwei um rd. 8 m höhenmäßig zueinander versetzten Ebenen empfohlen wurde. Dabei wurde hangseitig tief in das hier bereits in geringer Tiefe aufgeschlossene Festgestein eingegriffen, während in nach Süden zunehmender Schichtdicke die Überlagerungen (Löß/-lehm, Hang- und Verwitterungslehm) abzutragen waren. Ausbauböden wurden unter Konditionierung mit Bodenbindemitteln talseitig in Höhen bis zu rd. 12 m wieder eingebaut.

Vorstehende Arbeiten wurden durch unser Institut begleitet und geprüft. Zusätzlich und unter Einbeziehung der Prüfergebnisse haben wir Gründungsempfehlungen für die einzelnen Bauwerke ausgearbeitet. Danach kommen überwiegend Baugrundverbesserungsmaßnahmen durch Rüttelstopfsäulen im Löß/-lehm und im Hanglehm zur Reduzierung von sonst auftretenden unzulässig großen Bauwerkssetzungen zur Ausführung, bereichsweise und unter hohen Bauwerkslasten sind Tiefgründungen erforderlich bzw. als wirtschaftlich günstiger einzustufen.